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Nr. 126/04
Berlin, den 05. April 2004
Trilateraler Vertrag zwischen Deutschland, Polen und Tschechien in Zittau
unterzeichnet
Stolpe: Europa wächst zusammen - Straßenbauprojekt in Euroregion
Neiße wird umgesetzt
Hier wird der europäische Gedanke guter Nachbarschaft ganz praktisch
umgesetzt: Drei Länder werden nun auf kurzem Wege miteinander verbunden.“ Das
sagte Dr. Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau und
Wohnungswesen, am Montag in Zittau anlässlich der Unterzeichnung
des Trilateralen Vertrages zum Neubau einer Straße in der Euroregion
Neiße
zwischen Zittau, Reichenau (Bogatynia) und Grottau (Hradek nad Nisou)
mit seinen
polnischen
und tschechischen Amtskollegen Marek Pol und Milan Šimonovský.
Die Minister
schafften mit der Vertragsunterzeichnung die Grundlage für
die Realisierung eines bedeutsamen grenzüberschreitenden Straßenbauprojekts,
das nicht nur wegen der bevorstehenden Osterweiterung der Europäischen
Union zum 1. Mai 2004 eine große symbolische Bedeutung hat, sondern auch
für die Einwohner der Euroregion Neiße von enormer Wichtigkeit ist,
die bereits heute in vielfältiger Weise miteinander kooperieren.
Bundesminister
Stolpe hob in seiner Rede im Rahmen der feierlichen Veranstaltung zur Vertragsunterzeichnung
die Bedeutung der neuen Straßenverbindung
für die Euroregion Neiße hervor. Er führte aus, dass die Straße
die drei Städte Zittau, Reichenau und Grottau näher zusammenführen
werde. Außerdem entlaste dieser Verkehrsweg die drei Städte und
das regionale Straßennetz ganz erheblich vom Durchgangsverkehr und binde
die Städte an das weiträumige Fernstraßennetz an.
Die Minister
waren sich einig, dass dieses Straßenbauprojekt einen Entwicklungsschub
für die Wirtschaft in der Region und neue Arbeitsplätze bringen werde.
Sie rechneten mit einer Verkehrsfreigabe bis spätestens 2007.
Für den 1. Mai 2004 kündigten die drei Minister einen symbolischen
Baubeginn für das Straßenbauprojekt durch Bundeskanzler Gerhard
Schröder, Premierminister Leszek Miller (Polen) und Premierminister
Vladimir Spidla (Tschechien) in Zittau an.
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen
Invalidenstraße 44, 10115 Berlin
Tel. 030/2008-2040, -2042 Pressesprecher: Felix Stenschke, Michael Zirpel

Herr
Voigt, Oberbürgermeister der Stadt Zittau,
brachte in
seiner Begrüßungsrede zum Ausdruck, dass diese Straßenverbindung
für Zittau und die Nachbarstädte Bogatynia und Hrádek
nad Nisou von großer Bedeutung ist. Im Rahmen des Städteverbundes „Kleines
Dreieck“ werden bereits sehr gute nachbarschaftliche Beziehungen
zwischen den Städten gepflegt. Mit dem Bau einer leistungsfähigen
Verbindungsstraße in der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa wird der
Weg in die Zukunft eines geeinten Europas geebnet. Sie ist Voraussetzung
für die Schaffung eines einheitlichen Wirtschaftsraumes und damit
auch für einen wirtschaftlichen Aufschwung in unserer Region.
Im
Anschluss an die Unterzeichnung des trilateralen Vertrages zwischen
der Bundesrepublik Deutschland, der Republik Polen und der Tschechischen
Republik trugen sich Bundesminister Manfred Stolpe, Minister Marek
Pol,
Minister Milan Šimonovský und Staatsminister Stanislaw
Tillich in das Gästebuch der Stadt Zittau ein.
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