Stadtwappen Pressemitteilung
14.10.2005

Erste Praxiswerkstatt “zukunftssichere Innenstadt”

Im Rahmen des Modellprojektes „Zukunftschancen nutzen“ zum demografischen Wandel in der Region Oberlausitz-Niederschlesien fand Mittwochabend im Barocksaal des Heffterbaus eine Praxis-Werkstatt statt. Vertreter vorwiegend in der Innenstadt ansässiger Institutionen, Unternehmen, Gewerbetreibende sowie freiberuflich Tätige folgten der Einladung zur Diskussion über die Belebung der Zittauer Innenstadt.
Angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels besteht die Notwendigkeit, gemeinsam für unsere Stadt neue und innovative Antworten zu finden. Das Aufgabenspektrum reicht dabei von positiven Leitbildern über Anpassungsstrategien für Infrastruktur, Stadtentwicklung, Dienstleistung, Einzelhandel, Wohnen, Freizeit, Kultur bis zu Wachstumsimpulsen für die Wirtschaft und neuen Formen des Bürgerengagements. Dabei für die Zittauer Innenstadt neue Wege zu beschreiten, passende Strategien zu entwickeln, zu experimentieren und konkrete Projekte gemeinsam auf den Weg zu bringen, stand im Mittelpunkt dieser ersten Praxis-Werkstatt.
Im Vorfeld dieser führte eine kleine Gruppe einen Foto-Check unter dem Motto „Mit den Augen eines Besuchers“ durch, um zu sehen, wie „fit“ unsere Innenstadt für Senioren, Familien, Jugendliche und Touristen ist. Das Ergebnis wurde am Abend vorgestellt und war gleichzeitig Grundlage für konkrete Überlegungen zur Frage „Was passiert mit unserer Innenstadt in Zukunft?“ wenn die Bevölkerung unserer Stadt in den nächsten Jahren weiter abnimmt und immer älter wird. Herausgestellt wurde dabei, dass die Innenstadt mehrere Funktionen und viele Nutzer hat. Zukunftsfähige Strukturen können nicht allein auf einen florierenden Handel aufgebaut werden. Es müssen neue Nutzungsmöglichkeiten gefunden und Synergieeffekte genutzt werden. Die Zittauer Innenstadt muss fitter, schneller und kreativer werden. Um dies zu erreichen ist es notwendig, dass viele Akteure an die Lösung der Probleme gehen.

Dabei könnten erste Ansätze weiter verfolgt werden:

  • Zittau hat verschiedene Zentren, aber kein Zentrum. Es ist ein Konzept für die künftige inhaltliche Nutzung des Marktes und seiner Bebauung zu erarbeiten.
  • Zittaus Innenstadt hat sich zwar in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Dieses Niveau gilt es zu halten. Trotzdem stehen zahlreiche Ladenlokale leer. Hier könnte ein gezieltes Leerstandsmanagement Abhilfe schaffen. Auch Übergangslösungen könnten dabei das Erscheinungsbild der Innenstadt weiter verbessern helfen.
  • weitere Anregungen wie:
    Aufstellen weiterer Sitzgelegenheiten auf der Frauenstraße und Neustadt
    - Abstimmung der Ladenöffnungszeiten
    - gezielte Werbung und Ausschilderung für tschechische und polnische Kunden in ihrer Landessprache
    - die deutliche Anbringung des Hinweises für den Kunden, dass bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft eine Parkgebührenrückerstattung erfolgt.

Das Modellprojekt „Zukunftschancen nutzen“ der Raumordnung und Landesentwicklung in Sachsen wurde vom Sächsischen Staatsministerium des Innern ins Leben gerufen. Wissenschaftlich begleitet wird dieses durch die komet-empirica Regionalentwicklung – Stadtentwicklung – Immobilienforschung GmbH Leipzig sowie die empirica AG Berlin.
In diesem zweijährigen Projekt soll der Frage nachgegangen werden, welche Chancen u.a. in der Region Oberlausitz-Niederschlesien vorhanden sind und wo Anknüpfungspunkte liegen. Es ist zu diskutieren, welche Strategien sinnvoll sind, um die Konsequenzen aus dem demografischen Wandel nicht nur zu erkennen, sondern Antworten für eine zukunftsgerechte Gestaltung zu finden.

Informationen zu Zielen, Problemstellungen und der Herangehensweise finden Sie unter www.zukunft-oberlausitz-niederschlesien.de.

Heptner
Pressesprecherin


...zurück