Erste Praxiswerkstatt “zukunftssichere
Innenstadt”
Im Rahmen des Modellprojektes „Zukunftschancen nutzen“ zum
demografischen Wandel in der Region Oberlausitz-Niederschlesien fand
Mittwochabend im Barocksaal des Heffterbaus eine Praxis-Werkstatt statt.
Vertreter vorwiegend in der Innenstadt ansässiger Institutionen,
Unternehmen, Gewerbetreibende sowie freiberuflich Tätige folgten
der Einladung zur Diskussion über die Belebung der Zittauer Innenstadt.
Angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels besteht
die Notwendigkeit,
gemeinsam für unsere Stadt neue und innovative
Antworten zu finden. Das Aufgabenspektrum reicht dabei von positiven
Leitbildern über Anpassungsstrategien für Infrastruktur,
Stadtentwicklung, Dienstleistung, Einzelhandel, Wohnen, Freizeit, Kultur
bis zu Wachstumsimpulsen für die Wirtschaft und neuen Formen des
Bürgerengagements. Dabei für die Zittauer Innenstadt neue
Wege zu beschreiten, passende Strategien zu entwickeln, zu experimentieren
und konkrete Projekte
gemeinsam auf den Weg zu bringen, stand im Mittelpunkt dieser ersten
Praxis-Werkstatt.
Im Vorfeld dieser führte eine kleine Gruppe einen Foto-Check
unter dem Motto „Mit den Augen eines Besuchers“ durch,
um zu sehen, wie „fit“ unsere Innenstadt für Senioren,
Familien, Jugendliche und Touristen ist. Das Ergebnis wurde am Abend
vorgestellt und war gleichzeitig Grundlage für konkrete Überlegungen
zur Frage „Was passiert mit unserer Innenstadt in Zukunft?“ wenn
die Bevölkerung unserer Stadt in den nächsten Jahren weiter
abnimmt und immer älter wird. Herausgestellt wurde dabei, dass
die Innenstadt mehrere Funktionen und viele Nutzer hat. Zukunftsfähige
Strukturen können nicht
allein auf einen florierenden Handel aufgebaut werden. Es müssen
neue Nutzungsmöglichkeiten gefunden und Synergieeffekte genutzt
werden. Die Zittauer Innenstadt muss fitter, schneller und kreativer
werden. Um dies zu erreichen ist es notwendig, dass viele Akteure an
die Lösung der Probleme gehen.
Dabei könnten erste Ansätze
weiter verfolgt werden:
-
Zittau hat verschiedene Zentren, aber kein Zentrum.
Es ist ein Konzept für die künftige
inhaltliche Nutzung des Marktes und seiner Bebauung zu erarbeiten.
-
Zittaus
Innenstadt hat sich zwar in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt.
Dieses Niveau
gilt es zu halten. Trotzdem stehen zahlreiche Ladenlokale leer. Hier
könnte
ein gezieltes
Leerstandsmanagement Abhilfe schaffen. Auch Übergangslösungen
könnten
dabei das
Erscheinungsbild der Innenstadt weiter verbessern helfen.
-
weitere Anregungen
wie:
Aufstellen weiterer Sitzgelegenheiten auf der Frauenstraße und
Neustadt
- Abstimmung der Ladenöffnungszeiten
- gezielte Werbung und Ausschilderung für tschechische und polnische
Kunden in ihrer Landessprache
- die deutliche Anbringung des Hinweises für den Kunden, dass bei
den Mitgliedern der Werbegemeinschaft eine Parkgebührenrückerstattung
erfolgt.
Das Modellprojekt „Zukunftschancen nutzen“ der Raumordnung
und Landesentwicklung in Sachsen wurde vom Sächsischen Staatsministerium
des Innern ins Leben gerufen. Wissenschaftlich begleitet wird dieses
durch die komet-empirica Regionalentwicklung – Stadtentwicklung – Immobilienforschung
GmbH Leipzig sowie die empirica AG Berlin.
In diesem zweijährigen Projekt soll der Frage nachgegangen werden,
welche Chancen u.a. in der Region Oberlausitz-Niederschlesien vorhanden
sind und wo Anknüpfungspunkte liegen. Es ist zu diskutieren, welche
Strategien sinnvoll sind, um die Konsequenzen aus dem demografischen
Wandel nicht nur zu erkennen, sondern Antworten für eine zukunftsgerechte
Gestaltung zu finden.
Informationen zu Zielen, Problemstellungen und der Herangehensweise
finden Sie unter www.zukunft-oberlausitz-niederschlesien.de.
Heptner
Pressesprecherin |