Das Internationale
Kinder- und Jugendparlament braucht Nachwuchs 1. Wahl des Internationalen Kinder- und Jugendparlaments „Neiße“
Das Internationale Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ besteht nunmehr seit sechs Jahren. Viele Jugendliche aus Deutschland, Polen und Tschechien waren bzw. sind aktiv dabei. Leider fehlt es den älteren Jugendlichen aufgrund von Ausbildung, Ortswechsel, u.a. mehr und mehr an Zeit, weshalb sie sich im Parlament immer weniger engagieren können. Weil das so ist, braucht das Internationale Kinder- und Jugendparlament Nachwuchs, um die entstandenen Lücken zu füllen. Deshalb haben die Parlamentarier intensiv überlegt, wo und wie sie neue Mitglieder gewinnen könnten. Sie fällten den Entschluss Parlamentswahlen durchzuführen. Zunächst wurden Partner gesucht, die bereit waren,
an der Umsetzung der Wahl mitzuwirken. Besonderes Augenmerk fiel dabei
auf die Schulen. So kam es im März zu ersten erfolgreichen Gesprächen
mit Frau Vogt, Schulleiterin der Mittelschule an der Weinau. Sie war sofort
bereit das Parlament mit den Schülern und Lehrern zu unterstützen.
Nachdem das Kinder- und Jugendparlament sich selbst und den Inhalt seiner
Arbeit sowohl persönlich als auch durch eine Informationstafel vorgestellt
hatte, fanden sich zwei engagierte Lehrer/innen, die gemeinsam mit Vertretern
des Parlaments sowie der Stadtverwaltung Zittau die Wahlkommission bilden
und die Jugendlichen zur Kandidatur ermutigten. Immerhin meldeten sich
schon kurz danach neun Kandidaten im Alter von elf bis dreizehn Jahren
(5 Mädchen, 4 Jungen). Nach der Vorstellung der Schülerinnen
und Schüler vor Vertreten der Klassen am 19.06.06 findet am Donnerstag,
den 22.06.06 die eigentliche Wahl statt, wozu alle Schüler
aufgerufen sind. Bei dieser geheimen Abstimmung stehen jedem Schüler
drei Stimmen zur Verfügung, um mit zu entscheiden, welche drei Kandidaten
den Sprung ins Internationale Kinder- und Jugendparlament schaffen und
somit stimmberechtigte Parlamentarier werden. Diese Wahl ist vermutlich
die einzige, bei der es keine Verlierer geben wird, denn die Jugendlichen,
die nicht zu den drei Kandidaten mit den meisten Stimmen gehören,
werden als nicht stimmberechtigte Mitglieder ins Parlament aufgenommen
und damit ebenfalls die Möglichkeit erhalten, sich aktiv politisch
zu engagieren. Dr. Volker Beer |
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