2. Jugendgeschichtstag im Sächsischen Landtag Dresden
am 03.11.2006 mit der Teilnahme des Internationalen Kinder- und Jugendparlaments „Neiße“
Das Internationale Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ im
Sächsischen Landtag
Am 3. November 2006 fand der 2. Jugendgeschichtstag im Sächsischen
Landtag in Dresden unter dem Motto „Geschichten (er)greifen“ statt,
an welchem das Internationale Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ neben
vielen anderen Jugendlichen aus ganz Sachsen mit seinem Geschichtsprojekt
teilnahm. Auf dem 2. Jugendgeschichtstag waren die Wanderausstellung „Zeitensprünge
durch Sachsen“, sowie die einzelnen Jugendprojekte mit Schautafeln,
Modellen, Bildern und Berichten zu sehen. Die Jugendlichen konnten ihre
Erfahrungen austauschen, ihr Wissen bei einem historischen Quiz unter Beweis
stellen, an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, das Improvisationstheater
aus Leipzig erleben und sich die Buchlesung „Willy Bornsteins letzte
Reise – Wie eine jüdische Familie aus Sachsen den Holocaust überlebte“ mit
Ralf Bachmann anhören.
Die Wanderausstellung bietet einen Einblick in die spannenden Themen und
Ergebnisse der jugendlichen Forscher und einen Überblick zu den beteiligten
Initiativen und Gruppen im Jugendprogramm „Zeitensprünge“.
In den letzten beiden Jahren haben mehr als 60 Jugend- und Schülergruppen
die kleinen und großen geschichtlichen Ereignisse ihres Ortes erkundet,
haben Zeitzeugen interviewt und Erinnerungen zum Leben erweckt. In den
nächsten Monaten wird die Ausstellung in sächsischen Orten zu
sehen sein, unter anderem auch in der Zeit vom 04.12. bis 15.12.2006 in
Zittau, Christian-Weise-Bibliothek. Hier wird auch das Geschichtsprojekt
des Kinder- und Jugendparlaments „Neiße“ mit dem Thema „Brennende
Herzen – Helfende Hände“ vorgestellt. Die Ausstellung
kann kostenfrei zu den Öffnungszeiten der Bibliothek besucht werden.
Die Jugendlichen vom Kinder- und Jugendparlament „Neiße“ arbeiten
seit dem Frühjahr diesen Jahres an dem Geschichtsprojekt „Brennende
Herzen – Helfende Hände, Ehrenamtliches Engagement in schwerer
Zeit, 1945 – 1950“. Dabei geht es um Menschen, die anderen
uneigennützig und oft unter dem Einsatz ihres eigenen Leben geholfen
haben oder denen unerwartet selbstlose Hilfe und Menschlichkeit in
einer für alle schweren Zeit zuteil wurde. Dokumentiert werden
die Recherchen durch Interviews mit Zeitzeugen, einer Geschichtstafel und
einem „Flüchtlingskoffer voller Geschichte(n)“.
Im Jahr 2007 wird das Jugendprogramm ZEITENSPRÜNGE fortgeführt
und von der Stiftung Demokratische Jugend, dem Freistaat Sachsen und die
Sächsische Jugendstiftung gefördert.
Am Schluss noch die herzliche Einladung an alle geschichtsinteressierten
Erwachsenen und Jugendlichen am 04.12.2006 um 14.00 Uhr zur
offiziellen Eröffnung mit Projektvorstellung und Kurzfilmen
in der Christian-Weise-Bibliothek.
Dr. Volker Beer
Amtsleiter