Das „Kleine Dreieck“ im EUROPAN 8 – Wettbewerb
Europan 8 ist ein Ideenwettbewerb mit Realisierungsabsicht
zum Thema:
„Lösungen
für die Zukunft der europäischen Stadt“.
Dieser richtet
sich an junge Architektinnen und Architekten sowie Fachvertreter anderer
Disziplinen aus Europa, die jünger als 40 Jahre sind.
Neun deutsche
Standorte haben sich an diesem Wettbewerb beteiligt. Als einziger sächsischer Standort hatte sich mit großer Unterstützung
des Sächsischen Innenministeriums die Stadt Zittau im Verbund mit
ihren Partnern im „Kleinen Dreieck“ Bogatynia (PL) und Hrádek
nad Nisou (CZ) in den Wettbewerb eingebracht.
Der Städteverbund verfolgte damit das Ziel, Chancen und Risiken
für
die Entwicklung der Städte zu betrachten, vorhandene Potenziale
aus den Wachstums- und Schrumpfungsprozessen weiter zu entwickeln und
zu einem
Gesamtkonzept für das weitere Zusammenwachsen zusammenzufügen.
Einerseits sollten Impulse für eine neue Identität des Städteverbundes
durch die planerische Behandlung der Zwischenräume zwischen den drei
Städten und der Herausarbeitung verbindender Elemente vermittelt werden.
Andererseits ging es aber auch darum, die Eigenständigkeit der drei
Städte durch Herausarbeitung ihrer Stärken in einem adäquaten
Leitbild herauszuarbeiten.
21 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Europa wurden bei der Jury von Europan
8 eingereicht. Die Wettbewerber kamen aus dem gesamten EU- Raum, aber auch
aus Weißrussland und Bosnien-Herzegowina.
Von diesen 21 Arbeiten hat die nationale Jury neun Beiträge in die
engere Wahl einbezogen, wobei sich alle fünf ausgewählten Beiträge
der regionalen Jury darin wiederfanden.
Nach den Ausschreibungsunterlagen sind durch die Jury pro Standort
ein Preis, ein Ankauf und in der Regel fünf lobende Erwähnungen
ausgesprochen worden.
Preisträger des Wettbewerbsstandortes „Kleines Dreieck“ wurde
der Beitrag des Leipziger Architektenteams „Promoter“.
Die Verfasser schlagen drei unterschiedliche infrastrukturelle Maßnahmen
zur Entwicklung einer Dreistadt vor:
Zu den räumlichen Vernetzungen wird ein
Internet- Portal vorgeschlagen. Mit den auf einer Datenbank im Portal angebotenen
Informationen können
potenzielle Nutzer sich über interessante Immobilien
oder auch Partner ein Bild machen und Kontaktsuche betreiben.
Für den Ankauf wurde durch die Jury der Dresdner Beitrag „Trialog“ vorgesehen.
Dieser Beitrag verdeutlicht eine langfristig angelegte übergeordnete
Leitidee, räumliche Maßnahmen, die Imagebildung bei der Entwicklung
der Dreistadt bis hin zu Umsetzungsvorschlägen der Planungsansätze
für die ausgewählten drei Industriebrachen, die noch das zentrale
Stadtbild der Partnerstädte negativ prägen.
Eine lobende Erwähnung wurde auch dem Zittauer Beitrag der beiden
jungen Architektinnen Lotzer und Wagner zuteil, die beide im Architektur-
und Ingenieurbüro Zittau beschäftigt sind. Ihr Beitrag „Brückenschlag“ schlägt
die Verknüpfung der drei Zentren in einer neuen Qualität vor,
wobei verbindende Elemente auf den Ebenen Verkehr, Wirtschaft, Tourismus
und Landschaft entwickelt werden.
Die Umsetzung einzelner Elemente der Wettbewerbsbeiträge kann zum
einem nur mit den Eigentümern z.B. der jeweiligen Industriebrachen
und zum anderen in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten
der Kommunen beim Ausbau des Gewerbegebietsverbundes oder der touristischen
Wegeverbindungen erfolgen.
Es ist jedoch die erklärte Absicht der Partner des „Kleinen
Dreiecks“, die Wettbewerbsbeiträge so aufzuarbeiten, dass deren
Umsetzung das weitere Zusammenwachsen der Städte fördert.
Ines Heptner
Pressesprecherin
Anfragen bitte an Herrn Dr.
Knüpfer,
Leiter des Stadtentwicklungs-
und Wirtschaftsförderungsamtes
H.Knuepfer@zittau.de
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