Stadtwappen Pressemitteilung vom 28.02.2006

Das „Kleine Dreieck“ im EUROPAN 8 – Wettbewerb

Europan 8 ist ein Ideenwettbewerb mit Realisierungsabsicht zum Thema:

„Lösungen für die Zukunft der europäischen Stadt“.

Dieser richtet sich an junge Architektinnen und Architekten sowie Fachvertreter anderer Disziplinen aus Europa, die jünger als 40 Jahre sind.
Neun deutsche Standorte haben sich an diesem Wettbewerb beteiligt. Als einziger sächsischer Standort hatte sich mit großer Unterstützung des Sächsischen Innenministeriums die Stadt Zittau im Verbund mit ihren Partnern im „Kleinen Dreieck“ Bogatynia (PL) und Hrádek nad Nisou (CZ) in den Wettbewerb eingebracht.
Der Städteverbund verfolgte damit das Ziel, Chancen und Risiken für die Entwicklung der Städte zu betrachten, vorhandene Potenziale aus den Wachstums- und Schrumpfungsprozessen weiter zu entwickeln und zu einem Gesamtkonzept für das weitere Zusammenwachsen zusammenzufügen.
Einerseits sollten Impulse für eine neue Identität des Städteverbundes durch die planerische Behandlung der Zwischenräume zwischen den drei Städten und der Herausarbeitung verbindender Elemente vermittelt werden. Andererseits ging es aber auch darum, die Eigenständigkeit der drei Städte durch Herausarbeitung ihrer Stärken in einem adäquaten Leitbild herauszuarbeiten.
21 Wettbewerbsbeiträge aus ganz Europa wurden bei der Jury von Europan 8 eingereicht. Die Wettbewerber kamen aus dem gesamten EU- Raum, aber auch aus Weißrussland und Bosnien-Herzegowina.
Von diesen 21 Arbeiten hat die nationale Jury neun Beiträge in die engere Wahl einbezogen, wobei sich alle fünf ausgewählten Beiträge der regionalen Jury darin wiederfanden.
Nach den Ausschreibungsunterlagen sind durch die Jury pro Standort ein Preis, ein Ankauf und in der Regel fünf lobende Erwähnungen ausgesprochen worden.
Preisträger des Wettbewerbsstandortes „Kleines Dreieck“ wurde der Beitrag des Leipziger Architektenteams „Promoter“. Die Verfasser schlagen drei unterschiedliche infrastrukturelle Maßnahmen zur Entwicklung einer Dreistadt vor:

  • lineare Entwicklungskorridore
  • die Flusslandschaft und
  • eine nicht räumliche Struktur, den „Net-Promotor“.

Zu den räumlichen Vernetzungen wird ein Internet- Portal vorgeschlagen. Mit den auf einer Datenbank im Portal angebotenen Informationen können potenzielle Nutzer sich über interessante Immobilien oder auch Partner ein Bild machen und Kontaktsuche betreiben.
Für den Ankauf wurde durch die Jury der Dresdner Beitrag „Trialog“ vorgesehen.
Dieser Beitrag verdeutlicht eine langfristig angelegte übergeordnete Leitidee, räumliche Maßnahmen, die Imagebildung bei der Entwicklung der Dreistadt bis hin zu Umsetzungsvorschlägen der Planungsansätze für die ausgewählten drei Industriebrachen, die noch das zentrale Stadtbild der Partnerstädte negativ prägen.
Eine lobende Erwähnung wurde auch dem Zittauer Beitrag der beiden jungen Architektinnen Lotzer und Wagner zuteil, die beide im Architektur- und Ingenieurbüro Zittau beschäftigt sind. Ihr Beitrag „Brückenschlag“ schlägt die Verknüpfung der drei Zentren in einer neuen Qualität vor, wobei verbindende Elemente auf den Ebenen Verkehr, Wirtschaft, Tourismus und Landschaft entwickelt werden.
Die Umsetzung einzelner Elemente der Wettbewerbsbeiträge kann zum einem nur mit den Eigentümern z.B. der jeweiligen Industriebrachen und zum anderen in Abhängigkeit von den finanziellen Möglichkeiten der Kommunen beim Ausbau des Gewerbegebietsverbundes oder der touristischen Wegeverbindungen erfolgen.
Es ist jedoch die erklärte Absicht der Partner des „Kleinen Dreiecks“, die Wettbewerbsbeiträge so aufzuarbeiten, dass deren Umsetzung das weitere Zusammenwachsen der Städte fördert.

Ines Heptner
Pressesprecherin

Anfragen bitte an Herrn Dr. Knüpfer, Leiter des Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsamtes
H.Knuepfer@zittau.de


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