Aus Anlass des 250. Jahrestages der Zerstörung der Stadt laden die Stadt Zittau, das Euroregionale Kulturzentrum St. Johannis Zittau und die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Johannis alle Zittauer und Gäste zu einer festlichen Gedenkveranstaltung mit Sinfoniekonzert des EUROPERA-Jugendorchesters und EUROPERA-Jugendchors unter Leitung von Miloš Krejči sowie einem Festvortrag von Prof. Dr. Karlheinz Blaschke am 16. Juni 2007, 17:00 Uhr, nach Zittau in die Kirche St. Johannis ein.
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.
Programm (Dauer 3 Stunden)
Halleluja
aus „Messias“
(G. F. Händel, 1685-1759)

Begrüßung
Herr Arnd Voigt, Oberbürgermeister der Stadt Zittau

Grußwort
Herr Pfarrer Christoph Stempel, Ev.-luth. Kirchgemeinde Zittau

Ouvertüre zu „Egmont“,
op. 84
(L. van Beethoven, 1770-1827)

Romanze F-Dur für Violine
und Orchester, op. 50
(L. van Beethoven, 1770-1827)

Klarinettenkonzert A-Dur, KV
622,
1. Satz Allegro
(W.A. Mozart, 1756-1791)

Phantasie für Klavier, Chor und Orchester,
op. 80
Finale
(L. van Beethoven, 1770-1827)

Gedenkvortrag
Prof. Dr. Karlheinz Blaschke

Pause

Scheherazade, op. 35
1. Satz Largo e maestoso
(N.
A. Rimskij - Korsakow, 1844-1908)
Tänze für Harfe und
Streichorchester
Danse sacréé, Danse profane
(C.
Debussy, 1862-1918)
Jazz-Suite, Nr. 2
Marsch – Lyrischer Walzer – Tanz I –
Walzer I – Kleine Polka – Walzer II –
Tanz II - Finale
(D.
Schostakowitsch, 1906-1975)

(Das Konzert ist gefördert durch die Europäische Union Interreg IIIA.)
Am 23. Juli 1757 schossen österreichische Truppen
die im Siebenjährigen
Krieg von den Preußen besetzte Stadt in Schutt und Asche. Rund Dreiviertel
aller Bauten, darunter das Rathaus mit seinem Archiv, die Hauptkirche St.
Johannis und prächtige Bürgerhäuser mit ihren wertvollen
Sammlungen wurden ein Raub der Flammen. Viele Familien beklagten ihre Angehörigen,
die in Kellern erstickten oder von herabstürzenden Mauern erschlagen
wurden. Keiner begriff, auch Jahre später nicht, das Ungeheuerliche,
das ohne Vorwarnung und militärischen Nutzen über die unschuldige
Bevölkerung hereinbrach.
Trotz der schrecklichen Folgen dieses Tages hat Zittau mit seinem
Wiederaufbau an Attraktivität und Schönheit nichts eingebüßt.
Im Gegenteil, in der neu entstehenden Stadt wurden Bauten geschaffen, die,
an der Schwelle zwischen Barock und Klassizismus angesiedelt, heute zu
den meistbeachtetsten Sehenswürdigkeiten der Oberlausitz zählen.
Ines Heptner
Pressesprecherin