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Stadtwappen Pressemitteilung vom 25.10.2007

Aktionswoche gegen Drogen
11. Anti-Drogen-Aktionswoche vom 26. bis 30.11.2007

Kontinuität und Langfristigkeit sind in der präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eine wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlung von Lebenseinstellungen und Wissen. Der Arbeitskreis aus Vertretern der Stadt Zittau, der AOK Sachsen, der Volksbank Löbau-Zittau, der Polizei, des Zoll, des come back e.V., des Landkreises und des Kreissportbundes setzt diese Erkenntnis praktisch um, in dem er mit großer Unterstützung durch die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. nun bereits im 11. Jahr hintereinander die Anti-Drogen-Aktionswoche vorbereitet und durchführt. Dabei sind immer wieder neue Ideen und Partner gefragt, weil wir möglichst viele Jugendliche mit unserem Anliegen erreichen wollen. Nicht darüber reden oder verharmlosen von Süchten und Drogenkonsum in all seinen Formen hilft niemanden, sondern kann im Gegenteil den Anfang für gefährliche Einflüsse darstellen. Mit „Ist ja nicht so schlimm.“ oder „Macht doch jeder.“ hat man dann schnell Argumente, um  vielleicht doch mal den Versuch unter Freunden zu starten. Was aber tun, wenn einem dann alles entgleitet, andere über mein Leben bestimmen?

Zum Denken und Nachdenken sollen deshalb die vielschichtigen Veranstaltungen der Anti-Drogen-Aktionswoche anregen. Letztlich geht es noch um viel mehr, als nur um das Wissen über die Gefahren durch Drogen aller Art, es geht um eine persönliche Lebenseinstellung, die eine selbstbestimmte  Zukunft möglich macht.

Es ist deshalb wichtig, sehr oft über dieses Thema zu reden und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man Ärger, Frust oder Langeweile mit z.B. aktiver Freizeitgestaltung begegnen kann, also selbst stark wird, um sein Leben fest in die eigenen Hände zu nehmen.

Anlass zum Denken, zum Reden und zu gemeinsamen Gesprächen wird auch in diesem Jahr in vielfältiger Weise geboten.  Bereits am 6.11., 19.00 Uhr sind Eltern, Lehrer, die Presse und interessierte Bürger in das Jugendhaus „Villa“ eingeladen, um mit den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen, mit kleinen Filmausschnitten und einem Auftritt des Zolls für das Thema sensibilisiert und über die Aktionen der Anti-Drogen-Aktionswoche informiert zu werden. Ab 26.11. startet dann für eine Woche ein breites Angebot, an welchem dank des sehr großen Interesses der Zittauer Schulen ca. 1.300 Jugendliche teilnehmen werden. Mit der Aufführung des Films „Dreizehn - es passiert so schnell“ und dem Anti-Drogen-Theater der „Wilden Bühne“ im Jugendhaus „Villa“ wird in völlig authentischer Weise und ungeschönt gezeigt, wie problematisch das soziale Umfeld auf junge Menschen mit ihren unerfüllten Wünschen wirken kann. Die anschließende Diskussion zum Thema unter Gleichaltrigen bzw. die unmittelbare Einbeziehung der Jugendlichen in das Theaterspiel versprechen viel Spannung und emotionale Wirkung. Direkt in die Schulen gehen FISH e.V., Polizei, Zoll, come back e.V und Karate OTOMO, die Ernährungsberaterin der AOK sowie der  Liedermacher Hans Jürgen Andersen. Sie alle werden in Gesprächen, Diskussionen, Workshops, in einem Anti-Drogen-Parcour und in sportlichen Aktionen mit den Jugendlichen  ganz unmittelbar und interaktiv das Thema Süchte und Drogen bearbeiten und demonstrieren, dass es viele Wege gibt, um ohne Drogen und Abhängigkeiten sein Leben sinnvoll zu gestalten.

Das reichhaltige Programm wäre jedoch ohne die Unterstützung des Landratsamtes, Gesundheitsamt, der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V., der AOK Sachsen, der Volksbank und vielen anderen Helfern nicht möglich. Deshalb gilt diesen für die nunmehr schon langjährige Unterstützung ein ganz besonderer Dank.

Dr. Beer, Referatsleiter

PROGRAMM  zur 11. Anti-Drogen-Aktionswoche

Datum

Veranstaltung

Inhalt

Veranstalter/Ort

06.11.07
19:00

Presse- und offener Informationsabend

mit Filmvorführung und Gespräch

(Jugendhaus „Villa“)

26.11.07

Die etwas andere Schulstunde - ein Liedermacher stellt sich vor

Der Liedermacher Hans-Jürgen Andersen wird mit dem Programm „Lieder meiner Zeit“ gemeinsam mit den Schülern über die Möglichkeiten der Verarbeitung von eigenen Gefühlen und Sehnsüchten in Liedtexten und Musik diskutieren

(Schulen)

26./27.11.07
08:30
11:30

„Dreizehn - es passiert so schnell“ (alternativ: „Rolltreppe abwärts“ oder „Engel & Joe“)

Filmvorführung mit Diskussion

Schulkino Dresden im Jugendhaus „Villa“

26.-30.11.07

WORKSHOP zur Suchtprävention 

Power Point Präsentation zum Thema Sucht von ehemaligen Abhängigen vorgetragen und Gespräch

FISH Lausitz e.V., Weißkeisel (Schulen)     

26./27.11.07

Gesprächsthema „Ess- und Magersucht“

Unterrichtsprojekt. Information und Gespräche zu Ursachen, Indikatoren und Gefahren von Ess- und Magersucht

Ernährungsberaterin der AOK Sachsen (Schulen)

26./29.11.07

Gesprächsforum und Diskussion zum Thema Drogen mit der Polizei

Gesprächsforum mit möglichst vielen Anfragen und Diskussionen zum Thema Drogen: u.a. geschichtliche Entwicklung, welche Substanzen, Wirkungen und Schäden, strafrechtliche Sicht

Polizei, Herr Seddig (Schulen)

27./29.11.07

Anti-Drogen-Parcour „Na toll ...“

Mitmachparcour zum Thema Alkohol. Interaktive Auseinandersetzung mit der Problematik Alkohol

come back e.V., Herr Eckhardt (Schulen)

27./29.11.07

Infomations- und Gesprächsrunde mit dem Zoll „Rauchen ist nicht cool“

Information und Gespräch

Herr Zimmermann
(Schulen)

28./29.11.07
08:30
11:30

Anti-Drogen-Theater „Wilde Bühne“ mit Forumtheater

Forumtheater aber lebt heute in den verschiedensten Sparten: in der Präventivarbeit geht es darum, aufzuzeigen, dass es in bestimmten Situationen mehr als eine Lösung gibt.
Die Krise einer Person wird in kurzen Szenen gezeigt, danach werden die Beteiligten befragt, wie sie die Szene erlebt haben. Die Zuschauer werden aufgefordert sich Gedanken zum Verhalten des Protagonisten zu machen, eigene Lösungsvorschlage auf der Bühne zu spielen und dessen Wirkung zu erleben.
Die Schauspieler improvisieren zusammen mit der MitspielerIn aus dem Publikum und werden anschließend nochmals befragt, wie die Szene nun aus ihrer Sicht gelaufen ist. Ziel ist es, jeder Person die hohe Zahl an Handlungsmöglichkeiten zu verdeutlichen, über die sie verfügt. Forumtheater ermutigt, aus vorprogrammierten Mustern auszusteigen und neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von Ideen ist verboten, hier ist der Moderator angehalten, eine Szene gegebenenfalls abzubrechen.
Abgerundet wird die etwa zweistündige Veranstaltung mit einer letzten Diskussionsrunde und viel Applaus für die „spielenden Zuschauer“. 

Wilde Bühne Ostendstraße 106a 70188 Stuttgart, Carina Weirather
(Jugendhaus „Villa“)

29./30.11.07

Sport macht selbstbewusst

Sportaktion mit Tipps zur Selbstverteidigung, zum Stressabbau und zur Entspannung

KARATE OTOMO Zittau e.V., Herrn Hähnel, Herrn Deeke (Schulturnhallen)