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Stadtwappen Pressemitteilung vom 24.11.2008

O schönste aller Frauen.
Lausitzer Madonnen zwischen Mystik und Reformation

Eine Ausstellung der Städtischen Museen Zittau in Zusammenarbeit mit der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Johannis und der kath. Pfarrei Mariä Heimsuchung in Zittau, den Zisterzienserinnen-Abteien St. Marienstern und St. Marienthal, der kath. Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Wittichenau, dem Kulturhistorischen Museum Görlitz, dem Museum Bautzen und dem Stadtmuseum Meißen

Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster, Klosterstraße 3 in Zittau

29.11.2008 bis 29.03.2009
Öffnungszeiten: Di - So 10:00 bis 17:00 Uhr.
Führungen: 30.11. 15:00 Uhr / 08.12. 15:00 Uhr / 21.12. 15:00 Uhr / 28.12. 15:00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung:
Die Vernissage am Sonnabend, 29.11.2008, ist öffentlich zugänglich. Sie beginnt 15:00 Uhr in der Zittauer Frauenkirche (Hammerschmiedtstraße), wo spätmittelalterliche Marienmusik erklingen wird, dargebracht von den Dresdner Musikern Thomas Friedlaender (Zink) und Sebastian Knebel (Cembalo).

Als besonderen Höhepunkt des Jahres zeigen die Städtischen Museen Zittau ab dem 1. Advent die schönsten Darstellungen der „Schönsten aller Frauen“ aus der Oberlausitz. Eine solche Ausstellung gab es noch nie: Obwohl Maria auch in der Oberlausitz die populärste Heilige ist - ihr sind nicht nur die beiden Frauenklöster St. Marienthal und St. Marienstern geweiht, sondern auch viele andere Kirchen wie die Zittauer Frauenkirche -, war ihr hier noch nie eine eigene Ausstellung gewidmet. Dank der freundschaftlichen Kontakte der Museen mit Kirchen, Klöstern und Bibliotheken der Region wurde es nun möglich, äußerst kostbare und empfindliche Skulpturen, Gemälde, Stickereien, Goldschmiedearbeiten und Handschriften des 14. bis 17. Jahrhunderts zusammen zu bringen.

Sie werden in Zittau zusammen mit wichtigen Objekten aus der reichen Sammlung der Städtischen Museen präsentiert - seit der Ersten Sächsischen Landesausstellung vor zehn Jahren kamen nirgendwo mehr so viele bedeutende Oberlausitzer Kunstwerke des Mittelalters und der frühen Neuzeit zusammen. Eine eigene Bedeutung kommt der Zittauer Schau zu, da einige ihrer Exponate überhaupt zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden können. Dazu gehört eine prächtige gotische Madonna aus der Nähe von Ostritz, eine besonders liebliche Figur aus der Zeit um 1500, die erst jüngst im Kunsthandel aufgetaucht ist.

In großzügiger Aufstellung in den frisch restaurierten Räumen des ehemaligen Zittauer Franziskanerklosters kommen rund 60 hochkarätige Exponate wunderbar zur Geltung. Unter den gotischen Gewölben strahlen Himmelsköniginnen, lächeln frohe Mütter - Höhepunkte mittelalterlicher Kunst der Oberlausitz wie die sogenannten „Schönen Madonnen“ oder der grandiose Marienschrein aus der Löbauer Nikolaikirche, der seit 1945 das Bautzner Museum nie mehr verlassen hat, sind ebenso zu finden wie Meisterwerke der Renaissance und des frühen Barock. Nicht nur die frühesten, majestätischen Marienbilder der Gotik können bewundert werden, sondern auch anrührende Darstellungen der schwangeren Muttergottes, winzige Spielzeugfiguren und kostbare Schmuckanhänger. Im Kapitelsaal sind bedeutende große Figuren der Maria mit dem Kind vereint - für vier Monate geben sich die jahrhundertealten und doch jugendlichen Schönheiten aus Museen, Kirchen und Klöstern der Oberlausitz ein Stelldichein.

Parallel zur Ausstellung in Zittau zeigt das Kulturhistorische Museum Görlitz die Schau „Engel. Himmlische Heerscharen, irdische Helfer“ (Eröffnung am 28.11.2008).

Weitere Fragen: Tel. 03585-554790; museum@zittau.de; Ansprechpartner ist Marius Winzeler, Direktor der Städtischen Museen.

Ines Hirt
Pressesprecherin