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Stadtwappen Pressemitteilung vom 24.07.2009

Städtische Museen Zittau / Ev.-luth. Kirchgemeinde St. Johannis Zittau

Schinkels Johannes im Glanz - das Bild des Menschen auf dem Goldgrund der Herrlichkeit Gottes

Dienstag, 28. Juli 2009, 19:30 Uhr
St. Johannis Zittau

Apsisbild in der Johanniskirche - zum vergrößern bitte anklickenSeit kurzer Zeit erstrahlt das bedeutendste Kunstwerk in der Zittauer Johanniskirche in neuem altem Glanz: das große Apsisbild von 1837, das den Evangelisten Johannis zeigt, wie er an seinem Evangelium schreibt. Vor allem dank großzügiger Spenden und mittels des Vereins Euroregionales Kulturzentrum St. Johannis e. V. sowie mit einer hohen Förderung aus Denkmalschutzmitteln konnte ein Hauptwerk der kirchlichen Kunst des Klassizismus restauriert werden. Zusammen mit einer Reinigungsprobe der originalen Wandbemalung und der bereits vor einigen Jahren restaurierten Kassettendecke vermittelt dieses Gemälde im Goldgrund eine bessere Vorstellung von der grandiosen Würde und Schönheit des Zittauer Kirchenraumes – allmählich wird die Vision des großen Architekten Karl Friedrich Schinkel wieder erlebbar.

In der von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Johannis und den Städtischen Museen Zittau gemeinsam veranstalteten Reihe „Musik, Meditation und Kunst in den Zittauer Kirchen“, die zu Anfang des Jahres in der Frauenkirche ins Leben gerufen wurde, wird am Dienstag, 28. Juli 2009, 19:30 Uhr das Apsisbild in St. Johannis näher vorgestellt. Mit Musik und Text werden die Besonderheiten des Gemäldes und seines geistigen und historischen Umfeldes auf lebendige und vielschichtige Art näher gebracht.

Kantorin Katrin Bethke bringt an der großartigen spätromantischen Orgel Musik aus der Entstehungszeit des Bildes – u.a. von Felix Mendelssohn-Bartholdy – zu Gehör. Der Kunsthistoriker und Museumsdirektor Marius Winzeler erläutert die Entstehungsgeschichte des Gemäldes. Im Mittelpunkt stehen Idee und Vision Schinkels, der in Zittau und insbesondere mit der Innengestaltung und Ausstattung der Kirche eines seiner kirchlichen Hauptwerke realisieren konnte. Neue Forschungsergebnisse bieten interessante Aufschlüsse über die Rolle des Architekten bei der Entstehung des Gemäldes. Pfarrer Christoph Stempel setzt sich aus theologischer Sicht mit dem Bild und seiner Aussage auseinander. Nur aus der genauen inhaltlichen Betrachtung des ungewöhnlichen Bildes erschließt sich dessen Bedeutung in kirchengeschichtlicher Hinsicht, lässt sich ein Bogen zur allgemeinen Frage des Menschenbildes im Angesicht der Herrlichkeit Gottes schlagen.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Kollekte für die weitere Restaurierung der Johanniskirche wird erbeten.

Kantorin Katrin Bethke, Orgel
Pfarrer Christoph Stempel, Betrachtung
Dr. Marius Winzeler, kunsthistorische Einführung

Ansprechpartner:
Marius Winzeler, Tel. 03583-554790; m.winzeler@zittau.de
www.zittau.de; www.zittauer-fastentuecher.de

Ines Hirt
Pressesprecherin