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Stadtwappen Pressemitteilung vom 19.03.2010

„Grenzgeschichte(n)“ - Geschichtsprojekt des Internationalen Kinder- und Jugendparlamentes

Am 17. März 2010 erfolgte in Kopaczów (PL) die feierliche Übergabe der vier Geschichtstafeln (1x1m) zum Geschichtsprojekt „Grenzgeschichten“, welches von den Jugendlichen des Internationalen Kinder- und Jugendparlaments „Neiße“ im Jahr 2009 erarbeitet wurde. Dieses Projekt ist ein Geschichtsprojekt zur Erforschung trinationaler Erfahrungen und Erlebnisse in der Grenzregion im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen und hat die historische Vergangenheit des ehemaligen Grenzdorfes Oberullersdorf (heute Kopaczów - PL)/Ullersdorf (heute Oldřichov - CZ) zum Inhalt.

Dazu trafen sich Monika Mazanek als Vertreterin des Internationalen Kinder- und Jugendparlaments „Neiße“ und Herr Dr. Volker Beer, Leiter des Referates Kinder, Jugend, Schulen und Sport der Stadtverwaltung Zittau mit dem Ortsvorsteher von Kopaczów, Herrn Adam Durda.

Herr Druda berichtete den Anwesenden, dass die vier Geschichtstafeln vorübergehend ihren Platz in der ehemaligen Dorfschule von Kopaczów haben werden.
Vorgesehen ist, dass die Tafeln mit einem Rahmen und einer Glasscheibe versehen werden und danach im Gartengelände der ehemaligen Schule aufgestellt und den Einwohnern Kopaczóws, Gästen und Besuchern zugänglich gemacht werden.
Weiterhin erzählte Herr Durda den Gästen, dass es geplant ist, die Geschichtstafeln bis zur diesjährigen Europäischen Kirmes am 2. Oktober im „Park der Begegnungen“ zwischen der ehemaligen Dorfschule und der Kirche in der Nähe des Obelisken aufzustellen.

Die vergangene Geschichte war durch Kriege verheerend für die Menschen dieser Region. Jetzt sind sie dankbar für die längste Friedensperiode der Geschichte, aber das Leid soll nicht vergessen werden. Deshalb sollen die Geschichtstafeln auch zur Mahnung und als Lehre für die jetzt in der Grenzregion Lebenden dienen. „Aus der Geschichte müssen wir lernen, wollen wir die Gegenwart begreifen und die Zukunft gestalten.“

Die Geschichte der beiden Orte in der Grenzregion an der Neiße dient der Mahnung an Vergangenes. Die Erforschung und Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte durch junge Menschen, das Auseinandersetzen mit Problemen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie das Umsetzen und Leben eines gemeinsamen Zukunftsgedankens bilden die Basis für das grenzübergreifende Lebensgefühl und ein friedliches Miteinander der Menschen im Dreiländereck.

Ansprechpartner ist Dr. Volker Beer, Leiter des Referates Kinder, Jugend, Schulen und Sport, Tel. 03583/7969015.

Ines Hirt
Pressesprecherin