Zittau kann auf eine über 750-jährige Geschichte zurückblicken. Eine Geschichte, die heute noch in vielen Bauwerken, Denkmälern und Plätzen präsent ist. Die zu großen Teilen denkmalgeschützte Altstadt Zittaus lädt zum Flanieren ein. Wertvolle Kulturdenkmale sind in den vergangenen Jahren saniert und wiederbelebt worden. Davon kann man sich auf dem Zittauer Denkmal- und Kulturpfad, einem Rundgang durch die historische Zittauer Innenstadt, der seit 1914 besteht und derzeit 52 Sehenswürdigkeiten verbindet, ein gutes Bild machen.
Bei einer Begehung im Frühjahr 2011 musste festgestellt werden, dass von den in den Jahren 1930-50 eingeführten hölzernen Kennzeichnungstafeln an den Stationen nur noch ca. die Hälfte vorhanden ist. Diese Situation war Anlass, den Verlauf und die Bestandteile des Denkmal- und Kulturpfades neu zu überdenken und die Kennzeichnung der Einzeldenkmale mit modernen Informationstafeln in vier Sprachen (deutsch, englisch, tschechisch und polnisch) auszuführen. Somit wird eines der wichtigsten und am meisten nachgefragten touristischen Angebote der Stadt Zittau auch für nicht deutsch sprechende Besucher, vor allem unsere Nachbarn aus dem Dreiländereck, erlebbar.
Dabei wurden einige der bisherigen Stationen zusammengelegt und auch neue Stationen aufgenommen. Künftig wird der „Denkmal- und Kulturpfad“ aus 54 Einzeldenkmalen bestehen. Die Reihenfolge dieser wurde so verändert, dass Beginn und Ende bei der Tourist-Information auf dem Markt liegen. Grund hierfür ist, dass die meisten Individualtouristen heute nicht mehr mit dem Zug anreisen, sondern mit dem PKW und zunächst gezielt in der Tourismuszentrale nach Informationen fragen.
Die neuen Kennzeichnungsschilder werden in Acrylglas ausgeführt und zum großen Teil direkt an den Denkmälern befestigt. Einige Kennzeichnungstafeln werden aber auch auf separaten Schilderträgern angebracht. Dies betrifft vor allem Stationen, die sich in der Anlage des „Grünen Ringes“ befinden.
Ergänzend zur neuen Beschilderung werden eine Broschüre mit ausführlicheren Texten zu den einzelnen Denkmälern des Rundganges sowie ein → Faltplan zur besseren Orientierung für die Individualtouristen, ebenfalls in den vier Sprachen, herausgegeben.
In diesen Prozess eingebunden sind die Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft mbH, die Zittauer Tourist-Information, das Bauamt der Stadtverwaltung sowie die Untere Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Görlitz, das Landesamt für Denkmalpflege in Dresden und die Eigentümer der Einzeldenkmale. Mit der Ausführung und Anbringung der Kennzeichnungstafeln beauftragt ist GROSSGESCHRIEBEN – Büro für Gestaltung Martin Groß aus Zittau.
Das Projekt wird im Rahmen eines Kleinprojektes aus Mitteln der europäischen Union (Programm der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2007-2013) gefördert.
Ines Hirt
Pressesprecherin
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