1359 vernichtete ein Großbrand drei viertel der Stadt Zittau. Daraufhin ordnete Kaiser Karl der IV an, beim Hausbau künftig Steine anstatt Holz zu verwenden. Die Geißel des Feuers und der relativen Ohnmacht der Menschen gegen solche Katastrophen prägte auch spätere Jahrhunderte das Leben der Zittauer.
Bereits 1666 wurde eine erste Feuerspritze angeschafft und 1697 wurde eine neue vorbildliche Feuerverordnung erlassen. In ihr wurde erstmals festgeschrieben, welche Handlungsabläufe in der Stadt Zittau im Brandfall einzuhalten waren, unterschiedslos von Bürgern aller Schichten.
1707 ergriff die Stadt Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes. Zimmerleuten wurde die Aufgabe übertragen, Backstuben regelmäßig auf Brandsicherheit zu überprüfen. Dies geschah unter der Aufsicht von zwölf Feuerherren, in der Regel waren es Stadträte.
1827 gab es eine neue Feuerverordnung, in ihr war die Errichtung erster Spritzenhäuser bestimmt. Wieviel es in Zittau bereits gab ist leider nicht bekannt.
Klar dagegen ist, wieviel Technik in der Stadt zur Brandbekämpfung bereitgehalten wurde: 40 Sturmfässer, 342 Eimer, 108 Schöpfgefäße, 35 Wasserzuber, 52 Leitern und Wasserwannen.
Immer wieder wurden Brände durch Blitzschläge verursacht. Deswegen installierte die Stadt 1835 und 1836 am Rathaus, Marstall, Bautzner Torturm und den Johannistürmen die ersten Blitzableiter.
Am 19. Juli 1862 war ein entscheidendes Datum für den Brandschutz und die Brandbekämpfung in der Stadt Zittau. An diesem Tag entschloss sich der Zittauer Turnverein zur Gründung einer Turnerfeuerwehr: 44 Kameraden stark war diese erste Feuerwehr Zittaus. Erster Kommandant war Heinrich Buddeberg.
Der 19. Juli gilt deshalb folgerichtig als der Gründungstag der Zittauer Feuerwehr.