Im Jahr 2007 vereinten sich in unserer Stadt zwei Jubiläen, die, obwohl 50 Jahre voneinander getrennt, miteinander in engem Zusammenhang stehen. Das erste Ereignis betrifft den wohl einschneidendsten Tag ihrer Geschichte: die Zerstörung Zittaus am 23. Juli 1757. An diesem Tag schossen österreichische Truppen die von den Preußen besetzte Stadt in Schutt und Asche. Rund Dreiviertel aller Bauten, darunter das Rathaus mit seinem Archiv, die Hauptkirche St. Johannis und prächtige Bürgerhäuser mit ihren wertvollen Sammlungen wurden ein Raub der Flammen. Viele Familien beklagten ihre Angehörigen, die in Kellern erstickten oder von herabstürzenden Mauern erschlagen wurden. Keiner begriff, auch Jahre später nicht, das Ungeheuerliche, das ohne Vorwarnung und militärischen Nutzen über die unschuldige Bevölkerung hereinbrach.
Trotz der schrecklichen Folgen dieses Tages hat Zittau mit seinem Wiederaufbau an Attraktivität und Schönheit nichts eingebüßt. Im Gegenteil, in der neu entstehenden Stadt wurden Bauten geschaffen, die, an der Schwelle zwischen Barock und Klassizismus angesiedelt, heute zu den meist beachtesten Sehenswürdigkeiten der Oberlausitz zählen.
Diese wiederum sind mit dem zweiten Jubiläum, das unsere Stadt im Jahr 2007 beging, verbunden - dem 200. Geburtstag von Carl August Schramm.

Die Johanniskirche vor ... 
... und nach ihrer Zerstörung

Die Klosterkirche vor ...

...und nach ihrer Zerstörung

Das Rathaus vor ...

... und nach seiner Zerstörung
→ Veranstaltungen zum 250. Jahrestag der Zerstörung Zittaus
Quelle: Städtische Museen Zittau