In der Historie galt die Stadt Zittau als Drehscheibe des Ost-West- und des Nord-Süd-Handels und sie war deshalb in Sachsen nach Leipzig die zweitreichste Handelsstadt. Nach 1830 entwickelte sich die Stadt zu einer Hochburg des Maschinenbaus und der Textilindustrie. Diese Tradition wird heute durch klein- und mittelständische Unternehmen weitergeführt und ausgebaut.
Der Neuaufbau der Wirtschaftstrukturen nach 1989 war ein harter und steiniger Weg, der jedoch noch lange nicht abgeschlossen ist. Dieser Prozess wurde durch die beiden Zittauer Hochschulen, die Hochschule Zittau-Görlitz und das Internationale Hochschulinstitut Zittau, stets begleitet und befördert. Zwischen den Hochschulen und den Unternehmen der Region konnten strategische Allianzen aufgebaut werden, die Zittau zu einem von fünf sächsischen Zentren der Automobilzuliefererindustrie wachsen ließen.
Die Wirtschaft Zittaus ist heute durch einen breiten Branchenmix, vertreten durch kleine und mittelständische Unternehmen, charakterisiert.
Branchenstruktur:
Neben leistungsfähigen, auch grenzüberschreitenden Kooperationen entwickeln sich Wachstumskerne auf den Gebieten Oberflächenbeschichtungen und nachwachsende Rohstoffe. Zahlreiche Firmen haben sich dazu im Verbund mit Wissenschaftseinrichtungen zu Netzwerken (z.B. www.noa-net.de) formiert.
Durch den Beitritt unserer osteuropäischen Nachbarn in die Europäische Union gibt es wesentlich günstigere Voraussetzungen möglichst schnelle und optimale Verbindungen zu den sich stark entwickelnden Handels- und Wirtschaftsstandorten im Osten nutzen zu können. Zittau bietet genau diese Voraussetzungen mit seiner zentralen Lage innerhalb der Wirtschaftsstandorte Deutschland, Polen, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Österreich. Der wirtschaftliche Ballungsraum Liberec in Böhmen ist mit dem Fahrzeug in ca. 20 Kilometern erreicht.
Das Potenzial der euroregionalen Hochschulen ist für die Wirtschaft nutzbar.
Wissenschaftspotenzial:
Zittau ist ein attraktiver Investitionsstandort mit hoher Lebensqualität und einer vielfältigen und abwechslungsreichen Kulturlandschaft.
Der Tourismus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem starken Wirtschaftsfaktor entwickelt.