»750 Jahre Stadt Zittau «


Sieger des Gedichtwettbewerbes stehen fest
Herzlichen Glückwunsch!

Preisverleihung durch Herrn Murawski (toom BauMarkt)Anlässlich des Stadtjubiläums rief die Stadtverwaltung Zittau zu einem Gedichtwettbewerb auf. Mitmachen konnte jeder, der Talent und viel Spaß am Dichten hat. 36 Hobby-Schriftsteller beteiligten sich daran und sandten ihre Werke ein. Die fachkundige Jury (Frau Kluttig, Schulleiterin des R.-v.-Schlieben-Gymnasiums und Stadträtin, Herr Murawski, Marktleiter des toomBauMarktes Zittau und Hobby-Dichter und Frau Gabsch, Schauspielerin am Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau) bewerteten die Arbeiten und wählten die drei Besten aus.

Verlesung der Gedichte von der Künstlerin Christine GabschDie Vorstellung der Gedichte und Prämierung der Sieger fand am Sonntag, den 03.07.2005 innerhalb des Programmes auf der MDR-Bühne auf dem Markt statt. Die vom toomBauMarkt Zittau gestifteten Preise wurden vom Marktleiter, Herrn Murawski, persönlich übergeben.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vielen Dank für ihre Einsendungen. Den Preisträgern herzlichen Glückwunsch.

Stadtverwaltung Zittau
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Markt 1, 02763 Zittau


1. Platz
Frau Dr. Gnauck, Zittau

Mein Zittau

Eine Traumstadt ist es nicht,
wenn man über Zittau spricht.
Doch es ist ein Ort zum träumen,
eine Stadt mit alten Bäumen
und mit einzigartig alten
Bürgerhäusern, noch erhalten.
Und wo man auf manchem Flecken
schöne Brunnen kann entdecken,
sowie Reste einer Mauer,
einst gebaut, dass sie auf Dauer
Zittau vor den Feinden schütze.
Doch sie war nicht lange nütze.
Jetzt `ne Hochschulstadt mit vielen
int´ressanten Studienzielen.
Eine Stadt, der einst und heute
fähige, berühmte Leute
durch ihr Können oder Haben
das besondere Antlitz gaben.
Im Sechs-Städtebund-Vergleiche
da galt Zittau einst als „Reiche“.
Das stimmt nicht mehr- unumstritten
dafür liegt die Stadt inmitten
von Europa. Das gibt Räume,
Chancen auch für Zukunftsträume.
Und dass Zittau trotz Intrigen
niemals blieb am Boden liegen
und noch lebt, liegt nicht alleine
an dem Schutz der blauen Steine,
sondern auch am Menschenschlage,
der der Stadt in jeder Lage
Treue hielt und fleißig war
750 Jahr.

2. Platz
Herr Wilfried Flammiger, BertsdorfHörnitz

De „Sitte“ versteht heute kaum einer mehr
und doch ist es gar nicht so lange schon her
als man dich so nannte, in Liebe umkost
auch wenn dich mal Feuer und Kriege umtost
wir sollten ein Lobeslied singen, fürwahr
und danken dem König, dem Ottokar
dass er dich ernannte zur Stadt und bis heute
bist du eine Perle für mich und die Leute,
die dich besuchen – wir wünschen uns sehr
es werden in kürzester Zeit noch viel mehr
damit es dir gut geht, den Menschen nicht minder
dass du ein Hort bleibst für deine Kinder
gesund sollst du bleiben, deine Schönheit soll wachsen
damit du ein Beispiel wirst für alle Sachsen
deine Sorgen und Nöte, sie werden vergeh´n
wenn wir, deine Bürger zusammensteh´n
und dann brauchst du außerdem, gestern wie heute
im Rathaus gar kluge und findige Leute,
die mit Herz und Verstand die Geschicke leiten
Paragrafen sollte man nicht immer reiten
das wünschen wir dir, es ist gar keine Frage
von ganzem Herzen zum Ehrentage!


 

3. Platz
Frau Rauthe, Hartau

Stadtpoesie

Steinbauten aus fernen Zeiten,
Pflasterstraßen ohnegleichen,
Sandsteinbrunnen sprudelnd stehn,
Parkanlagen wunderschön.
Mauerreste grau und kahl,
Gelehrte aus Stein schauen fahl.
Viele Türme schlank und dick,
Ein Theater nicht ohne Schick.
Schinkels Entwürfe turmhoch gebaut,
Textilfabrikenlärm ist nicht mehr laut.
Der Marstall im alten Glanz sich zeigt,
Nur die Waage davor sich nicht mehr neigt.
Fastentuch bewundernswert,
Uns christliche Geschichte lehrt.
Alte Bürgerhäuser am Marktplatz stehn,
Darunter sind unterirdische Gänge zu sehn.
Das Rathaus als Mittelpunkt trohnt,
Ein Konzertbesuch im Bürgersaal sich lohnt.
Berühmte Giebel an Häusern erstrahlen.
Man hört das Glockenspiel der Kirchtürme
und Blumenuhr schlagen.
Verwinkelte Gassen und Gässchen dazu –
alte Stadt, schön bist du.

 
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