Im Mittelalter war es üblich, während der Fastenzeit in den Kirchen die Altarräume mit großen Tüchern zu verhängen. Sie verwehrten der christlichen Gemeinde den Augenschein der Heiligen Messe. Zum Fasten des Leibes trat das Fasten der Augen hinzu. Die ursprünglich weißen oder violetten Tücher wurden später bestickt oder bemalt. So entstanden regelrechte textile Bilderbibeln, von denen einige gigantische Ausmaße erreichten. Nur ganz wenige dieser interessanten Zeugnisse mittelalterlicher Frömmigkeit haben die Jahrhunderte überdauert. Wie durch ein Wunder blieben in Zittau gleich zwei erhalten. Sie sind einzigartig in Deutschland und bedeutend für Europa. Hunderttausende Besucher haben sie inzwischen bewundert und ihre Botschaft hinaus in die Welt getragen. Lassen auch Sie sich gefangen nehmen vom spirituellen Atem der Zittauer Fastentücher. Und wenn Sie etwas mehr Zeit haben, dann besuchen Sie mir uns weitere Orte der Stille und Besinnung. Stellen Sie sich Ihren Tag in Zittau nach den buchbaren Komponenten selbst zusammen.
Gern sind wir Ihnen auch bei einer ganz nach Ihren Möglichkeiten und Wünschen gestalteten Reise entlang der Via Sacra behilflich. Lassen Sie sich mit uns ein. Wir versprechen Ihnen „Begegnungen, die berühren.“
| Termin | ganzjährig für Gruppen zwischen 10 und 50 Personen Vorbestellung erforderlich |
| Treffpunkt | Museum Kirche zum Heiligen Kreuz, Frauenstraße 23 (Busparkplatz vorhanden) oder nach Ihren Wünschen |
| Dauer | minimal 30 Minuten, maximal nach Ihren Möglichkeiten und Wünschen |
| Leistungen | nach nachstehenden Komponenten oder Ihren Wünschen |
| Preis pro Person | nach nachstehenden Komponenten |
| Ansprechpartner | Museum Kirche zum Heiligen Kreuz Verein Zittauer Fastentücher e.V. Geschäftsführer: PD Dr. sc. phil. Volker Dudeck Frauenstraße 23, 02763 Zittau Fon +49 3583 50 08 920 Fax +49 3583 50 08 916 info@zittauer-fastentuecher.de www.via-sacra.info |
Erleben Sie das Große Zittauer Fastentuch von 1472, das neben dem Teppich von Bayeux zu den bedeutendsten textilen Kunstwerken der abendländischen Überlieferung gezählt wird. Lassen Sie sich gefangen nehmen von seiner Botschaft und der Geschichte seiner wundersamen Rettung. Tauchen Sie ein in die Faszination eines alten gotischen Gotteshauses, dessen Entstehung mit der Bauhütte Peter Parlers verbunden ist.
| Termin | April bis Oktober täglich 10:00 bis 18:00 Uhr November bis März täglich außer Montag 10:00 bis 17:00 Uhr außerhalb der regulären Öffnungszeiten nach Vereinbarung |
| Treffpunkt | Museum Kirche zum Heiligen Kreuz, Frauenstraße 23, Busparkplatz vorhanden |
| Dauer | 30 bis 45 Minuten |
| Leistungen | Eintritt, Führung, Audioguide |
| Preis pro Person | für Gruppen ab 10 Personen 3,50 €, Ermäßigte* 1,50 € April bis Oktober inkl. Führung oder Audioguide November bis März pro Gruppe 10,00 € Führungsgebühr, Audioguide kostenlos, Reiseleiter und Busfahrer frei |
| BUCHUNGEN: | Museum Kirche zum Heiligen Kreuz Verein Zittauer Fastentücher e.V. Ansprechpartner: PD Dr. sc. phil. Volker Dudeck, Geschäftsführer Frauenstraße 23, 02763 Zittau Fon (03583) 500 89 20 Fax (03583) 500 89 16 info@zittauer-fastentuecher.de |
Erleben Sie das Kleine Zittauer Fastentuch von 1573, das als einziges Arma Christi Tuch in Deutschland erhalten blieb. Lassen Sie sich gefangen nehmen vom Ambiente des ehemaligen Franziskanerklosters, das um 1260 entstand und nun diesem einzigartigen textilen Kunstwerk als Heimstatt dient. Lassen Sie sich beeindrucken von seiner Botschaft und überraschen von den Anleihen, die der Meister bei den großen Künstlern seiner Zeit nahm.
Mittägliche oder abendliche Meditation mit sakraler Musik vor Deutschlands größter Bilderbibel.
Erleben Sie das Große Zittauer Fastentuch von 1472, das neben dem Teppich von Bayeux zu den bedeutendsten textilen Kunstwerken der abendländischen Überlieferung gezählt wird. Lassen Sie sich gefangen nehmen von seiner Botschaft und der Geschichte seiner wundersamen Rettung. Tauchen Sie ein in die Faszination eines alten gotischen Gotteshauses, dessen Entstehung mit der Bauhütte Peter Parlers verbunden ist. Finden Sie den Weg in die eigene Mitte bei einer Musik, die Ihre Seele labt. Halten Sie Zwiesprache mit den faszinierenden Bildern des heiligen Tuches. Wenn Sie es wünschen, vermitteln wir Ihnen dazu gern die Anleitung durch einen Theologen.
Besonders geeignet für kirchliche Gruppen.
Wo kann man besser über den Sinn des Lebens nachdenken als auf den Höfen des Friedens. Dort wo die Menschen ewige Ruhe finden. Nicht nur an den Stätten des klassischen Altertums können Sie faszinierende Nekropolen entdecken. Kaum eine andere Stadt in Deutschland verfügt über so viele interessante Kirchhöfe wie Zittau. Begeben Sie sich mit uns auf einen Stadtrundgang der anderen Art, abseits ausgetretener Tourismuspfade. Erleben Sie „Zittau, die Reiche“ im Spiegel ihrer kostbaren Sepulkralkultur.
Ganz gleich, ob Sie ein religiöser Mensch sind oder nicht. Immer wieder werden Ihnen Geschichten aus der Bibel begegnen. Bei einem Stadtrundgang ganz anderer Art möchten wir Ihnen das bewusst machen. Woher kommt der Brauch des Fastens? Was hat das Gleichnis vom Senfkorn mit der riesigen Platane zu tun, die einst Goethes Gärtnerbursche in Zittaus alte Promenade pflanzte? In welcher Weise begegnet uns der Evangelist Johannes am Samariterinnenbrunnen? Was hat das Salzhaus mit der Bibel zu tun? Weshalb ließ ein Zittauer Kaufmann in großen Lettern an die Rückfront seines Hauses schreiben: „Sit nomen Domini benedictum in saecula“ (Der Name des Herrn sei gelobt in Ewigkeit)? Diese und andere Fragen werden Ihnen manchmal mit einem Augenzwinkern bei einem besinnlichen Spaziergang beantwortet, Überraschungen eingeschlossen.
Gehen Sie mit uns die 365 Schritte vom Großen oder die 234 Schritte vom Kleinen Zittauer Fastentuch bis zum Braumönch des Klosterstübels. Lassen Sie sich von ihm durch die Keller des uralten Brauhofes führen und erzählen, wie man im Mittelalter die Fastenzeit unbeschadet überstand. Prüfen Sie seine Kochkunst und stärken Sie sich bei einem Menü köstlicher Fastenspeisen.
In Zittau entstand die Idee der „Via Sacra“. Ihr Spiritus Rector ist PD Dr. sc. phil. Volker Dudeck, der von 1990 bis 2006 als Direktor der Städtischen Museen wirkte und 2003 in den Sächsischen Kultursenat berufen wurde. Lassen Sie sich ein auf eine von ihm oder seinen kompetenten Mitstreitern geführte Reise ohne Grenzen, durch Jahrhunderte, zur Besinnung. Profitieren Sie von seinem fundierten Wissen und seinen vielfältigen persönlichen Kontakten in der Oberlausitz, Niederschlesien und Nordböhmen. Wir stellen Ihnen in Zusammenarbeit mit erfahrenen regionalen Reiseunternehmen nach Ihren finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten eine ganz individuelle Tour entlang der „Via Sacra“ zusammen.
| Termin | ganzjährig für Gruppen zwischen 15 und 50 Personen |
| Treffpunkt | Kulturhistorisches Museum Franziskanerkloster, Klosterstraße 3, Busparkplatz vorhanden |
| Dauer | 2 bis 7 Tage |
| Leistungen | komfortabler Reisebus Reiseleitung durch Herrn PD Dr. sc. phil. Volker Dudeck oder durch einen von ihm ausgebildeten Gästeführer der Euroregion Neiße (IHK-Abschluss) Übernachtung in guten Hotels der Mittelklasse oder in kirchlich-klösterlichen Einrichtungen Vollverpflegung Eintritte, Führungen |
| Preis pro Person | Kalkulation je nach Reisedauer, Personenzahl und gewünschtem Besichtigungsprogramm |
| BUCHUNGEN: | Museum Kirche zum Heiligen Kreuz Verein Zittauer Fastentücher e.V. Ansprechpartner: PD Dr. sc. phil. Volker Dudeck, Geschäftsführer Frauenstraße 23, 02763 Zittau Fon (03583) 500 89 20 Fax (03583) 500 89 16 info@zittauer-fastentuecher.de |
* Ermäßigte: Kinder von 6 bis 14 Jahren, Schüler, Auszubildende, Studenten, Behinderte

Das Klosterstift St. Marienthal in Ostritz ist ältestes Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Die Abtei besteht seit 1234 ununterbrochen. Nach einem Brand im 18. Jh. wurde es im Baustil des böhmischen Barocks wieder errichtet. Zur Anlage gehören u. a. eine Bäckerei, ein Schausägewerk und ein Weinberg. Führungen, Übernachtungsmöglichkeiten, Mitarbeit.
Kontakt: Tel. (035823) 772 38/39
kloster-marienthal@t-online.de
www.kloster-marienthal.de
1992 gründeten die Ordensschwestern das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal. In ehemaligen Wirtschaftsgebäuden bietet es Menschen gleich welcher Nationalität oder Religion Bildungs-, Tagungs- und Erholungsmöglichkeiten für Individualtouristen und Gruppen. 170 Veranstaltungen jährlich, drei Gästehäuser mit 120 Betten, 20.000 Übernachtungen jährlich.
Kontakt: Tel. (035823) 770
ibz-marienthal@t-online.de, www.ibz-marienthal.de

Die Zisterzienserinnenabtei Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau besteht ununterbrochen seit 1248. Kern der Anlage ist eine spätgotische Hallenkirche. Zu ihren Kostbarkeiten gehören um 1375 gemalte Kirchenfenster. Führungen, Übernachtungsmöglichkeiten im Gästehaus.
Kontakt: Tel. (035796) 993 0
kloster@marienstern.de, www.marienstern.de
Der spätgotische Dom St. Petri Bautzen (1547) mit Ursprung um 1000 ist seit der Reformation eine Simultankirche. Kostbare Ausstattung im katholischen und evangelischen Teil sowie ein Kruzifix Balthasar Permosers (Bildhauer des Dresdner Zwingers). Hl. Messen, Gottesdienste, Führungen auf Voranmeldung.
Kontakt: Tel. (03591) 311 80 oder (03591) 369 70
dompfarrei-bautzen@kathweb.de
www.dompfarrei-bautzen.de

Die Domschatzkammer St. Petri Bautzen ist seit 1985 in der einstigen Bischofswohnung im Portal an der Domnordseite untergebracht. Sie präsentiert liturgische Gefäße, Gewänder, Bilder und Figuren, die die Domgeschichte dokumentieren. Besichtigung, Führungen auf Voranmeldung.
Kontakt: Tel. (03591) 441 02
dompfarrei-bautzen@kathweb.de
www.dompfarrei-bautzen.de

Das Heilige Grab in Görlitz hat Tuchhändler Georg Emmerich zwischen 1481 und 1504 nach seiner Sühne-Pilgerfahrt in das Heilige Land als Kopie des Heiligen Grabes in Jerusalem erbauen lassen. Nachgestaltet wurden auch die Kapelle zum Heiligen Kreuz mit der Golgathakapelle und Adamskapelle sowie die landschaftliche Situation mit dem Ölberg.
Kontakt: Görlitzinformation, Tel. (03581) 475 70
goerlitzinformation@t-online.de, www.goerlitz.de

Die Evangelische Brüder-Unität (Brüdergemeine) hat Herrnhut weltbekannt gemacht. 1722 erstand die freikirchliche Gemeinschaft auf dem Gut von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, der böhmischen Glaubensflüchtlingen Asyl gewährt hatte. 1732 begann die weltweite Missionsarbeit. Heute ist die Brüder-Unität in 30 Ländern vertreten. Heimatmuseum und Völkerkundemuseum geben Einblick in die Geschichte der Gemeine.
Kontakt: Tel. (035873) 336 04
www.bruedergemeine-herrnhut.de
www.ebu.de, www.herrnhut.de
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